Theatersommer Haag - Highlights 2010:
Sonntags glänzt die "Perlenreihe"

(red.) Nicht nur die Hauptproduktion beim diesjährigen Haager Theatersommers, die Michael Frayn-
Komödie „Der nackte Wahnsinn“, bietet Unterhaltung auf allerhöchstem Niveau. Auch die
Perlenreihe, die in Haag über die Theatersommerbühne geht, kann sich sehen und hören lassen: In
diesem Fall stehen heuer Beiträge von Otto Schenk, Felix Mitterer und Corinna Harfouch auf dem
Programm. Und auch Theatersommer-Intendant Gregor Bloéb, der voriges Jahr die Hauptrolle in„Cyrano von Bergerac“ spielte, streut dem Theatersommer-Publikum Perlen. Gemeinsam mit Ehefrau
Nina Proll und den österreichischen Salonisten lädt er zur 20er-Jahre-Revue „Sie wünschen – wir
spielen!“
Otto Schenk zeigt seine „Sternstunde des Josef Bieder“, Felix Mitterer liest aus den Texten von Georg
Paulmichl, Corinna Harfouch widmet sich in den „Fragmenten der Liebe“ der Mahnerin Elektra.
Harfouchs Gastspiel, bei dem sie vom Musiker Johannes Gwisdek unterstützt wird, ist die
Startveranstaltung der Perlenreihe, dann geht es im Wochenrhythmus weiter.
Die Perlenreihe ist neben der Hauptproduktion (heuer: „Der nackte Wahnsinn“) und der Junior-
Werkstatt das dritte künstlerische Standbein der Haager Theatersommers. Sie versammelt
literarische, theatralische und musikalische Perlen, die jeweils am Sonntag – und zumeist als Matinee– über die Bühne gehen.
Für die Hauptproduktion konnte Intendant Bloéb gleich mehrere aus Film und Fernsehen bekannte
Schauspieler gewinnen, darunter Krista Stadler, Oliver Mommsen und Annette Frier. Die Regie führt
Daniela Kranz. Künstlerische Leiterin der Junior-Produktion ist Claudia Bühlmann.
Karten können ab sofort unter Tel. (07434) 44600 bestellt werden.
Nähere Informationen findet man im Internet auf www.theatersommer.at.
Nina Proll, Gregor Bloéb und die österreichischen Salonisten:
„Die goldenen 20er: Sie wünschen – wir spielen!“
Sonntag, 1. August, 19.30 Uhr
Stadt Haag, Theatersommerbühne
Nina Proll und Gregor Bloéb haben sich vorgenommen, mit ihrer nicht ganz klassischen Revue die
Herzen ihrer Zuschauer zu brechen. Musikalisch begleitet werden sie dabei von den österreichischen
Salonisten.
Mit Texten von Ödön von Horvath, Anton Kuh, Bertolt Brecht, Erich Kästner, Irmgard Keun und
anderen Dichtern erklären sie die Lage der Nationen in den 20er-Jahren. Mit Liedern von Friedrich
Holländer und Kurt Weill beschwingen und besingen ihr Publikum, und mit gekonnten Tanzeinlagen
und den flamboyanten Kostümen wissen sie es so richtig zu verzaubern. Und wenn es heißt „Nimm
dich in Acht vor blonden Frauen“, „Nur nicht aus Liebe weinen“ oder „Tango por una cabeza für
Madame Waltraud“, dann darf so richtig mitgelitten und mitgeweint werden.

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