Der Südtiroler Vinschgau – ein buchstäbliches Dorado für Naturliebhaber - lockt mit atemberaubender Kulisse und dem puren Doppelerlebnis von Natur und Kultur.
Zugegeben, man kann zu ihm stehen wie man will, jedoch wenn einer, wie der weltbekannte Extrembergsteiger Reinhold Messner über die Berge der Ferienregion Vinschgau sagt, „es gibt zwar höhere Berge, aber keine schöneren“, so kann man dies schon allein als Empfehlung stehen lassen. In Wahrheit ist alles was der Vinschgau zu bieten hat, noch viel mehr, viel atemberaubender, viel beeindruckender und trotz allem noch viel un-be-schreib-lich-er. Am ehesten mit "Liebe fürs Leben - auf den ersten Blick" zu schildern...
Darf’s zur Einleitung ein bisserl "Heimatkunde" sein? - Der Vinschgau oder Val Venosta benennt das rund 80 km lange Tal der Etsch von ihrem Ursprung am 1.507 m hohen Reschenpass bis knapp vor Meran, das auf 324 m Seehöhe liegt. Bekannte und beliebte Sehenswürdigkeiten bzw. Reise- und Wanderziele wie der "Ortler", immerhin der höchste Berg Italiens, der "Nationalpark Stilfserjoch" - seines Zeichens größtes Naturschutzgebiet des Landes und eine Vielzahl an beeindruckenden, kulturhistorischen Zeitzeugen aus Mittelalter, Romanik oder Karolingerzeit sind in diesem als "herb-schön" zu bezeichnenden Tal zu Hause. Dass der Vinschgau als eines der fruchtbarsten Täler Südtirols gilt, liegt einerseits am buchstäblichen Sonnenreichtum, andererseits an einem schier genial ausgetüftelten Bewässerungssystem – dem so genannten "Waalen" – zu deren Entstehen bereits die Römer Vorarbeit leisteten und nebenbei mit der „Via Claudia Augusta“ eine ihrer wichtigsten Handelsstraßen durch das Tal erreichten. Sehr zur Freude von alljährlich hunderttausenden Touristen, die - wie auch immer "mobilisiert" - diese Strecke als eine der Hauptrouten in und um die Region Meran/Bozen befahren.
Der gute Rat zum Rad
Apropos mobilisiert: damit muss längst nicht ausschließlich "motorisiert" gemeint sein. Denn - wie man von in der Regel best-informierten Reiseführern in Erfahrung bringen kann - der Vinschgau stellt zusammen mit dem Schweizer Engadin und dem österreichischen Reschenpass seit 2005 die größte Radregion Europas dar. "Ganze 120 Routen und über 2.000 km hat man in der "3 Länder Rad & Bike Arena" vor dem Lenker. Allein im Vinschgau stehen über 600 km zur Wahl – von leichten Familienradwanderungen durch blühende Apfelwiesen bis zu anspruchsvollen Biketouren in die Berge. Eine der schönsten Etappen ist die legendäre Stilfserjochstraße, auf der jedes Jahr rund 6.000 Teilnehmer zum Stilfserjoch-Radtag „Stelviobike“ die 27 km und 2.000 Höhenmeter ab Trafoi bezwingen", erfährt man diesbezüglich von offizieller Seite. Und das renommierte Szenebulletin, das "Mountain BIKE Magazin", bzw. dessen Leser adelten die Biker-Region Vinschgau im Jahr 2006 immerhin mit Platz zwei der besten Bikeregionen Italiens. Da lässt sich´s schon genießen, denkt sich angesichts der beschaulich-lieblichen Landschaft, der beeindruckenden Kulisse, nicht zuletzt eines wahrlich gut vernetzten Strecken-Netzes selbst so mancher Neu-Aufsteiger. Und dieser oben angesprochenen, neu entdeckten Spezies der so genannten Genussradler stehen auf rund 60 km zwischen Mals und Meran im Etschtal an 17 Bahnhöfen der neuen, „alten“ Vinschgerbahn, die schon vor rund 100 Jahren eine geschätzte Reisebegleiterin durch den Vinschgau war, diverse, buchstäblich einladende Um-/Einstiegsmöglichkeiten zur Verfügung.
Genuss-Radler trifft Extrem-Bergsteiger trifft Erlebniswelt
Egel, wie sie sich der Region annähern oder sich in ihr (fort)bewegen, die bezaubernde Gegend im Westen Südtirols sieht sich daneben gerne "als Gebiet der Extreme". Ob als oben geschildertes Radlerparadies oder auch gerne bezeichnetes "unbändiges Paradies für Extrembergsteiger" - herausfordernd ist der Vinschgau in jedem Fall. Stellvertretend seien hier die einzigartigen Waalwege, seine Alm- und Panoramawege oder die im wahrsten Sinn des Wortes beispiellosen Höhenwege genannt. Die 108 km lange Route gilt als buchstäbliches "Aushängeschild" und ist nach jahrelanger, detailreicher Konzeption zu einer echten Attraktion geworden.
Besonders bemerkenswert dazu: jede einzelne Etappe bietet neben landschaftlichen und kulturellen - Stichwort: der aus dem Reschensee ragende weltbekannte Kirchturm - selbstverständlich auch kulinarische „Highlights“. Aber auch verlassene Bauernhöfe und Stallanlagen, die einen geradezu bewegend realen Einblick in die harten Bedingungen der hiesigen Bergbauern vermitteln, dürfen als Repräsentanten historischen Kulturguts nicht unerwähnt bleiben. Übrigens erwartet Wanderer nach dem Abstieg in Richtung Schluderns eine bemerkenswerte Ausgrabungsstätte - das "Ganglegg", das im gesamten Alpenraum als die am besten erforschte, befestigte Höhensiedlung der Bronze- und Eisenzeit gilt. Du passierst Klöster, Burgen, Schlösser, Ruinen, Kirchen, historische Dorfkerne und bist einfach glücklich! Ja, selbst rare asiatische Pflanzenarten, Steppenpflanzen und Heilkräuter gedeihen entlang des Höhenwegs. Und angesichts der trockenen und kargen Vegetation müssen sich die dort wachsenden Pflanzen oft mit weniger als 500 Millimeter Niederschlag zufrieden geben, wie fachkundig erzählt wird - sofern man in den Genuss einer geführten Tour kommt.
Kultur trifft Natur trifft Kultur
Da wir gerade von Genuss reden: Nach dieser Fülle an Natur- und Kultur-"Kunstwerken" kann sich unser Kreis einzig mit Genuss-Kultur schließen. Du lässt dich von typischen Südtiroler-Jausenstationen und -Buschenschänken aber auch so genannten "Gourmettempeln", die mit klassischen Vinschger Leckerbissen zur „kulinarischen Marschhalt“ einladen, nur allzu gerne verführen. Gutes Stichwort: Das Hotel Residence, Villa Waldkönigin, auch als "Alpine Parkhotel Waldkönigin" zu finden, ist so eine ganz besondere "Verführerin". Und das liegt weiß Gott nicht allein an der charmanten Hausherrin Daniela Licata bzw. deren nicht minder sympathischem Gemahl Konny Punt. Du musst dir das der Art vorstellen: Eher am Dorfrand der idyllischen, Bilderbuch-Ortschaft St. Valentin auf der Haide gelegen präsentiert sich das schmucke Anwesen von der herrlichen Berglandschaft des Vinschgauer Oberlandes mit Wäldern, Wiesen und Seen umgeben als purer Anziehungspunkt. So anziehend wie ein Anziehungs-Punkt eben anziehen kann. Das Hotelier-Ehepaar dazu: "Das Gebäude ist eingebettet in alpine Landschaft und bietet eine beeindruckende Aussicht auf den Haidersee und das Ortlermassiv. Abseits vom Verkehrslärm ist das Hotel trotzdem bequem erreichbar.
Durch die hohe Lage auf 1.470 m entgeht man im Sommer der drückenden Hitze der Großstädte und im Winter erfreut die weiße Pracht der Schneelandschaft die Herzen der Wintersportler".
Dem ist ohnehin nichts hinzuzufügen außer echtem Wohlempfinden nach dem ersten Schritt, einem Genuss-Erlebnis in jeder Ecke des Hauses - vom Panoramablick, der selbst vom Pool im Hallenbad aus umwirft, über einen schnuckelig-gemütlich gestalteten Wellness-Bereich, bis zur eleganten top-ausgestatteten Bar. Und dass die Zimmer mehr als bloß Genuss-Kultur, sondern gelebte Wohn-Kultur vermitteln, lässt jedenfalls uns wissen: es wird - viel mehr - es muss ein Wiedersehen geben; in der "Villa Waldkönigin", in St. Valentin auf der Haide, im Vinschgau, in Südtirol.
Autoren: Karl Baranyi, Oliver H. Stadlbauer
alle Fotos ® 122a, 122b, 122c, 122d, 122e: TVB Vinschgau-HHintereck, Villa Waldkönigin

